Der heilige Franziskus von Assisi und die „Blühstreifen“

Aktuell ist es Gesetz: die Landwirte müssen nach einer EU-Verordnung nun sog. „Blühstreifen“ an den Rändern ihrer Felder stehen lassen, damit Insekten noch Futter finden. Man könnte dies als Akt der Barmherzigkeit gegenüber den darin lebenden Tieren betrachten. Der Geist der wirklich dahinter steckt, ist aber eher geprägt vom wirtschalftlichen Denken, denn ohne die Bestäubungsleistung gibt es auch keine Blüten und ohne Blüten keine Frucht, also auch kein Geld. Die Stadt Köln hat -leider wenig intelligente- „Blühstreifen“ zum Test in der Mitte breiter Straßen eingeführt. Leider werden die Insekten so-angelockt von den Blüten- Opfer der Frontscheiben der Fahrzeuge. Eine gerade zu zynische Entwicklung... Wußten Sie, dass der hl. Franz von Assi schon zu seiner Zeit forderte, man möge in seinem Garten immer einen Streifen unbearbeitet lassen? Zitat aus dem Vorwort der Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus üder den heiligen Franziskus: „Er trat mit der gesamten Schöpfung in Verbindung und predigte sogar den Blumen „und lud sie zum Lob des Herrn ein, wie wenn sie vernunftbegabte Wesen wären“. (...) Wenn wir uns der Natur und der Umwelt ohne diese Offenheit für das Staunen und das Wunder nähern, wenn wir in unserer Beziehung zur Welt nicht mehr die Sprache der Brüderlichkeit und der Schönheit sprechen, wird unser Verhalten das des Herrschers, des Konsumenten oder des bloßen Ausbeuters der Ressourcen sein, der unfähig ist, seinen unmittelbaren Interessen eine Grenze zu setzen. Wenn wir uns hingegen allem, was existiert, innerlich verbunden fühlen, werden Genügsamkeit und Fürsorge von selbst aufkommen. Die Armut und die Einfachheit des heiligen Franziskus waren keine bloß äußerliche Askese, sondern etwas viel Radikaleres: ein Verzicht darauf, die Wirklichkeit in einen bloßen Gebrauchsgegenstand und ein Objekt der Herrschaft zu verwandeln. Andererseits legt der heilige Franziskus uns in Treue zur Heiligen Schrift nahe, die Natur als ein prächtiges Buch zu erkennen, in dem Gott zu uns spricht und einen Abglanz seiner Schönheit und Güte aufscheinen lässt: „Von der Größe und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schließen“ (Weish 13,5), und „seine unsichtbare Wirklichkeit [wird] an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit“ (Röm 1,20). Deshalb forderte Franziskus, im Konvent immer einen Teil des Gartens unbebaut zu lassen, damit dort die wilden Kräuter wüchsen und die, welche sie bewunderten, ihren Blick zu Gott, dem Schöpfer solcher Schönheit erheben könnten.“ Diese Überlegung ist aktueller und wichtiger denn je, wollen wir nicht den Blick für das wirklich Wesentliche verlieren. Papst Franziskus: „Alle können wir als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus.“ Wir steuern unseren Teil dazu bei den Bienen ein artgerechtes Überleben zu ermöglichen. Ihre Fam. Weirich

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