Königinnenvermehrung-konkrete Verwendung eines Gutscheins


Eine Begattungseinheit (Foto links) erfordert ein Begattungskästchen und Bioland-Anfangswaben, sowie Leinöl als Anstrich. Dies sind Kosten von ungefähr 30€. Hier möchte ich nun grob erklären, weshalb diese Begattungskästchen eine wichtige Rolle in der Königinnenzucht unserer Imkerei spielen und weshalb wir uns über einen Gutschein von 30€ sehr freuen! Bienenvermehrung Die Bienenvermehrung und Königinnenzucht ist das Rückrat jeder Imkerei. Kein Imker kann mit Sicherheit sagen dass seine Völker gut durch den Winter kommen werden. Zahlreiche Erkrankungen und besonders die Varroa-Milbe machen den Bienen aktuell wieder schwer zu schaffen. Kommt es dann zu Völkerverlusten, muss der Imker in der Lage sein mittels fachgerechter Bienenvermehrung die Anzahl der Völker wieder herzustellen. Das muss erlernt und geübt werden.

Reserve-Königinnen Da auch Königinnen plötzlich sterben, ist es ratsam, stets mehrere Königinnen auf Reserve zu halten. Hierzu bedarf es kleiner Völker im „Mini Plus“ Format, in denen Königinnen überwintert werden, siehe Foto rechts. Zentrale Vermehrungsstelle Wir haben hierzu an einem zentralen Ort in Köln am Appellhofplatz eine Art „Königinnenzentrale“ eingerichtet, um auch Imkerkollegen in Not eine Königin überlassen zu können. Hier befinden sich auch jene Königinnen, die in dieser Zuchtsaison die Grundlage für die Zucht stellen. Drohnenvölker zur Begattung Die Drohnenvölker (Bienenvölker mit vielen männl. Bienen kontrollierter Herkunft) befinden sich an einem der Außenstände, der sog. Gebrauchsbelegstelle. Diese teilen sich mehrere Imker.

Umlarven der Eier Wenn den ausgewählten Königinnen der sog. „Zuchtstoff“, also die frischen Eier der Königin aus den noch offenen Waben entnommen wird, folgt sogleich das Einbringen dieser Eier in kleine Näpfchen, die man dann in einen sog. „Adam-Starter“,-das ist ein Bienenvolk das aussergewöhnlich stark besetzt ist mit Ammenbienen-zur Anzucht einhängt. Bei uns ist das auch eine Bienenbox. Verschulen der neuen Zellen Sind die Zellen dann gut versorgt und bilden prächtige Königinnenzellen, wird diese verdeckelte Königinnenzelle (Weiselzelle) entnommen nach dem sie mit einem Plastikkäfig verschlossen (verschult) wurde und in das künftige, kleine Begattungskästchen eingelegt. Begattungskästchen der Königin Dort kann die Königin in ihr kleines Volk schlüpfen und ihre ersten Tage in Köln-City verbringen, bevor sie dann ihren Begattungsflug bei schönem Wetter macht. Manchmal ändert sich die Vorgehensweise oder wird etwas modifiziert, je nach dem welcher Zeitplan genau eingehalten werden muss. Das ist gel. auch vom Wetter abhängig. Manchmal werden solche Kästchen auch zu Belegstelen geschickt, in denen dann die Anpaarung mit zuvor ausgesuchtem Zuchtmaterial (Drohnen) erfolgt. Dies geschieht etwa auf geschützten Inseln oder Bergen. Vorprüfung der Königinnen Nachdem die Königin begattet wurde wird sie nach einer Vorprüfung in eines der Wirtschaftsvölker in den Aussenständen eingeweiselt oder an einen anderen Imker oder eine Imkerin abgegeben. Die Vorprüfung der Königinnen erfolgt bei uns auf Dadant-Maß und in der Bienenbox auf Kuntzsch Hoch Rähmchen. Die Bewertungsphase dauert ein-zwei Brutzyklen, also 21-42 Tage. Hilfe für andere Imker

Manchmal werden Königinnen auch ohne Vorprüfung an andere Imker abgegeben, wenn es eilt und keine Zeit mehr dazu bleibt und ein Volk ohne Königin wartet.

Überwinterung der Königinnen Anfang August werden die Begattungskästchen aufgelöst und die noch verbliebenen Königinnen werden in Mini Plus Kästchen zur Überwinterung eingesetzt. Sie bilden die Reserve der Imkerei und werden nur im Notfall gebraucht. Im brutfreien Zyklus der Biene und wenn keine männl. Drohnen mehr vorhanden sind (ca. Oktober bis April) ist es nicht möglich Königinnen nachzuziehen und deshalb sterben viele Völker im Frühjahr, wenn die Königin den Winter nicht überlebt hat, sofern keine Reserve-Königin zur Hand ist. Dies wollen wir generell vermeiden und halten deshalb immer Königinnen vor. Bewertung der Bienenköniginnen Neben dieser Vermehrungstätigkeit lassen wir die uns überlassenen Zuchtmütter auch nach den strengen Regeln des Buckfast-Zuchtverbandes bewerten, ebenso die 1. und 2. Generation der jew. Anpaarung. Eine solche Bewertung dauert Jahre und erfordert große Sorgfalt auch in den schriftlichen Aufzeichnungen. Eigene Zuchtwege Darüber hinaus gehen wir auch eigene Wege in der Zucht anderer Rassen (Elgon-Biene und Ligustica) und lernen so auch stets dazu. Eine „sehr besondere“ Anpaarung die wir auf den Weg gebracht haben, wird mittels einer europaweiten Zusammenarbeit im Kreuzgang einer Kirche in Köln getestet und von uns federführend durchgeführt. Internationale Zusammenarbeit Zuchtarbeit kann auch für eine noch recht junge Imkerei eine internationale und spannende Aufgabe sein. So warten wir jetzt schon mit großer Spannung auf eine Bienenkönigin, die uns-einem freundlichen und sehr erfahrenem Imker-Kollegen sei Dank-im Spätsommer aus Schweden erreichen wird und im nächsten Jahr beurteilt wird. Bislang hatten wir keine ernstzunehmenden Ausfälle und alle Zuchtmütter haben den Winter bestens überstanden. Wir freuen uns also auf ein spannendes Imkerjahr 2017 mit viel Freude mit den Bienen und den guten Gespräche und Begegnungen mit Imkerinnen und Imkern. Danke für alle UnterstützerInnen die uns einen Gutschein geschenkt haben! Stefan Weirich

#Bienenvermehrung #Königinnenzucht2017 #BienenGutschein #Bienenhilfe #GutscheinfürImker

Empfohlene Einträge
Aktuelle Einträge
Archiv
Schlagwörter
Noch keine Tags.
Folgen Sie uns!
  • Facebook Basic Square
  • Twitter Basic Square
  • Google+ Basic Square
  • Facebook - Black Circle
  • Instagram - Black Circle