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Kölner Imker haben aktuell hohe Bienenverluste! Kommt jetzt das große "Imkersterben?"

3 Mar 2017

Imker

 


Nicht nur in Köln, sondern auch überall in Deutschland klagen Imkerinnen und Imker über extrem hohe Völkerverluste, die begünstigt durch das Wetter letztes Jahr so hoch sind, dass viele Imkerinnen und Imker ernsthaft in Erwägung ziehen ihr Hobby aufzugeben. Man muss beachten, dass etwa nur 8% der Imkerinnen und Imker mehr als 100 Bienenvölker haben. Der Rest der Imkerschaft verfügt in der Regel über bis zu acht Völkern. Mit anderen Worten: für die Bestäubungsleistung der Honigbiene sind Hobbyimker verantwortlich, die dafür keinen Pfennig Unterstützung vom Staat bekommen.

Die Bestäubungsleistung der Honigbiene wird als das dritt größte wirtschaftliche Gut bezeichnet. Dieses überlässt der Staat unüblicherweise den Hobbyimkern, die das aus ihrer eigenen Tasche finanzieren müssen. Fragt man beim Land NRW nach Möglichkeite der Unterstützung für Imkerinnen und Imker, wo immerhin ein Grüner Landwirtschaftsminister regiert, wird man nach Brüssel verwiesen, Brüssel verweist nach Berlin ... Es gibt neuerlich tausend Wege sich aus der Verantwortung zu stehlen und auch der Deutsche Imkerbund hat keine wirkliche Hilfe für seine (beitragszahlende) Mitglieder in Not oder kann gar eine konkrete finanzielle Hilfe in Aussicht zu stellen. Es ist wie mit der IHK, alle sind drin, aber keiner weiß so recht wofür das eigentlich gut sein soll. 

Immerhin, der deutsche Bauernverband hat eine Klarstellung verfasst, dort heißt es: 
"Durch die Bestäubungsarbeit der Bienen in der Landwirtschaft, vor allem im Obst- und Gemüseanbau, in der Saatguterzeugung und im Gartenbau wird ein Wert geschaffen, der den Erlös aus Honig und Wachs um das Zehn- bis Fünfzehnfache übersteigt. Das sind allein in unserem Land jährlich ca. zwei Mrd. Euro, weltweit laut Schätzungen 70 Mrd. Aber nicht nur die Landwirtschaft sondern auch viele Natur- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Honigbienen angewiesen. Ohne Bestäubung gibt es keine Samenbildung. Sie wiederum ist Grundlage für den Fortbestand der Pflanzen. Und viele Kleinstlebewesen und Vögel sind auf diese Nahrungsquellen angewiesen. Fehlen Bienen wird dieser geschlossene ökologische Kreislauf erheblich gestört. Durch die Bestäubungsarbeit der Bienen in der Landwirtschaft, vor allem im Obst- und Gemüseanbau, in der Saatguterzeugung und im Gartenbau wird ein Wert geschaffen, der den Erlös aus Honig und Wachs um das Zehn- bis Fünfzehnfache übersteigt. Das sind allein in unserem Land jährlich ca. zwei Mrd. Euro, weltweit laut Schätzungen 70 Mrd. Aber nicht nur die Landwirtschaft sondern auch viele Natur- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Honigbienen angewiesen. Ohne Bestäubung gibt es keine Samenbildung. Sie wiederum ist Grundlage für den Fortbestand der Pflanzen. Und viele Kleinstlebewesen und Vögel sind auf diese Nahrungsquellen angewiesen. Fehlen Bienen wird dieser geschlossene ökologische Kreislauf erheblich gestört."

Eine ganze Armada an Wissenschaftlern arbeitet angeblich weltweit an dem Problem der Schäden durch die Varroamilbe und deren Bekämpfung. Doch bislang gab es keine Ergebnisse und das ist an sich genommen schon eine interessante Aussage.
Betreiben jene Firmen diese Forschung, die auch bestens an den Anti-Varroamitteln verdienen? Sind die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Bieneninstitute wirklich unabhängig oder sind deren Forschungen abhängig von der (Pharma)Industrie? Wer genau hin sieht, dem wird schnell klar, dass die Bienen gar keine so große Lobby haben wie es immer behauptet wird. Mehr möchte ich hier nicht schreiben, aber der Leser wird sich seinen Teil denken können. Fragen über Fragen...

Imkersterben ist auch immer Bienensterben. Das sollte die Politik endlich einmal begreifen. Das kostspielige Vermehren und Halten von Honigbienen sollte wirksam unterstützt werden. Erst recht kann man jenen Imkerinnen und Imkern helfen, die sich Öko-Zertifizieren lassen. Dieses teure Vergnügen ist für die meisten Hobbyimker ohnehin nicht machbar und das ist wirklich schade. Wir sind den Weg gegangen, aber einen wirklich (finanziellen) Nutzen dafür gibt es nicht, im Gegenteil, es kostet wahnsinnig viel Geld.
Allerdings ist es der bessere Weg hinsichtlich des Tierwohls. Genau das ist das Problem des ökologischen Handelns; Es ist zwar wichtig bewusst ökologisch zu arbeiten, aber es bringt keinen wirklichen finanziellen Vorteil für das Unternehmen. 


Der Kölner Imkerverein hat auch direkt auf die aktuelle Situation reagiert und eine Art Solidaritätsprogramm ins Leben gerufen, der Vorsitzende, Frank Mann, schrieb alle Mitglieder an und bat um Solidarität mit den Imkerinnen und Imkern die hohe Verlust zu verzeichnen hatten. Er stellt unter den Imkern Kontakt her und so können sich Imker, die einem Kollegen helfen möchten, direkt mit einem Geschädigtem in Verbindung setzen. Wer dann noch einen "Ableger" abgeben kann, findet einen dankbaren Abnehmer. 
 

Auch wir hatten dieses Jahr im Winter zwei Verluste an Bienenvölkern. Aus heiterem Himmel passiert das und so ganz sicher woran es lag sind wir nicht. Reinvasion ist in der Stadt das neue Thema, Varroaschäden haben aber meist viele Ursachen. Genau deshalb muss der Imker lernen, lernen, lernen aber eine Garantie bekommt auch der erfahrene Imker nicht. manchmal hilft nur noch das Beten. Ich bin gespannt darauf wie sich das Frühjahr entwickelt und was für ein "Bienenjahr" uns erwartet. 

St. Weirich

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