Mängel an der Bienenbox-wie es weiter geht

Wir haben derzeit zwei Bienenboxen von www.Stadtbienen.org / Bienenbox.de in unserer Imkerei in Betrieb. Mit der Bienenbox sind wir gestartet und haben zu Beginn recht gute Erfahrungen gemacht. Doch im Verlaufe der ersten Monate stellten sich eine ganze Reihe von Problemen in der Betriebsweise mit der Bienenbox ein. Um diese Probleme zu beseitigen, werden wir die Bienenbox modifizieren müssen. Unser Ziel wird es sein, sher gute Buckfast-Königinnen (F1 der B180MM) in der Bienenbox zu vermehren. Die Mängel der Bienebox 1) Die Bienenbox hat eine absolut unzureichende Dachkonstruktion, die Schimmel in der Beute fördert und somit der Bienengesundheit abträglich ist. Aus diesem Grund wurde uns von Stadtbienen.org eine neue Dachpappe geliefert, die allerdings genau so untauglich war wie die zuvor gelieferte Dachpappe. In beiden Fällen kam die Dachpappe aufgerollt hier an und war schon nach wenigen Tagen gerissen und somit teilweise wasserdurchlässig. 2) Der Deckel der Bienenbox verzog sich und wurde undicht, die Bienen benutzten die entstandene kleine Lücke unterhalb des Deckels als Eingang, während in der Bienenbox Chaos herrschte, da das Futter umgetragen wurde und durch die neuen Platz-Verhältnisse das Anbringen von Propolis in der Beute geradezu explodierte. 3) Die Bienenbox wird mit einem Tuch aus Hanf angeliefert, das auf die Oberträger gelegt werden soll. Bienen mögen aber Hanf als Stoff absolut nicht und beginnen sogleich das "Zukleistern" des Hanfes mit Propolis. Liegt das Tuch eine Saison in der Beute, kann man natürlich Propolis damit ernten, aber leider werden auch alle Ecken zwischen den Rähmchen verkleistert und so der "Beespace" verkleinert. Das wiederum führt dazu, das die Reinlichkeit in der Beute nicht in ausreichendem Maße gewährleistet ist, weil die Bienen den ganzen Bereich der Oberträger mangels Beespace nicht erreichen können. Vorsicht, das könnte Krankheiten begünstigen! 4) Das Holz der Bienenbox ist viel zu dünn und reißt schnell. 5) Die Varroa Behandlung mit Ameisensäure im Sommer ist nicht unsere erste Wahl. Wir bevorzugen die Behandlung mit Thymol-Produkten im Sommer und Oxalsäure im Winter, da dies aus unserer Sicht teilweise deutlich ökologischer und bienenfreundlicher ist (Thymovar) als die Säurebehandlung. Leider ist eine ordnungsgemäße Behandlung mit solchen Plättchen in der Bienenbox aus unserer Sicht nicht möglich, da der Verdunstungsraum (Beespace) über den Rähmchen komplett fehlt! Mit anderen Worten: Bei der Varroa-Behandlung der Bienen in der Bienenbox hat man keine wirkliche Wahl. 7) Wir haben eine gesunde, leistungsstarke Königin in den Bienenboxen und genau deshalb kamen die Bienenboxen an ihre Leistungsgrenze. Die Bienenmasse musste mehrfach "geschröpft" werden, da dies dringend notwendig war, ansonsten wäre es in der Bienenbox zu eng geworden, was verschiedene unerwünschte Reaktionen der Bienen zur Folge gehabt hätte. 8) Für das Geld war der Einkauf der Bienenbox für uns eine klare Enttäuschung, wenn man bedenkt, dass man dafür zwei Wirtschaftsbeuten einkaufen könnte in denen sich die Bienen vermutlich deutlich wohler fühlen. Für uns wäre die Anschaffung einer anderen Einraumbeute wohl der bessere Weg gewesen. Eine Bienenbox mit Standvorrichtung kostet derzeit 335€ und eine Bienenbox mit Balkonhalterung 370€. Kauft man dann noch ein Starterset ein, ist man bei der Anschaffung einer Bienenbox schnell in einem Leistungsbereich, für den man drei Wirtschaftsbeuten mit Zubehör anschaffen könnte, die jeweils auch noch 30Kg Honig erbringen würden. Die Bienenbox hingegen liefert kaum Honig. Aus diesem Grund werden wir die Bienenbox im Imkerjahr 2017 nur für die Ablegerbildung und Zucht verwenden, vorausgesetzt, die Modifizierung gelingt und bewährt sich. Wir werden berichten und keinesfalls aufgeben, da das Anliegen von Stadtbienen.org aus unserer Sicht sehr löblich ist. Vielleicht gelingt es uns ja, eine -für die Bienenbox optimale-Buckfast-Königin zu züchten.

Mangelnder Beespace und das Jutetuch führen zu einem "Verkleistern" im Bereich der Oberträger.

Die Schimmelbildung am Deckel geht in die Beute über, zunächst über das Jutetuch. Mangelnder Beespace verhindert die Gegenmaßnahmen der Bienen, die dann vom Schimmel negativ beeinflusst werden. Zu dem kommt es zu Stockflecken am Deckel:

Zu Beginn war (fast) alles in bester Ordnung, nur der Deckel hatte sich verzogen und den Bienen eine zusätzliche Eingangsmöglichkeit verschafft. Dennoch wurde schnell und zügig ausgebaut:

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