Drohnen fliegen zu geheimen "Drohnenplätzen"

Heute herrschte reger Betrieb vor dem Einflugloch der Bienenbox. Zu sehen waren Bienen die weiße und gelbe, sowie roten Pollen eintrugen. Der rote Pollen stammt von Kastanienbäumen auf der rechten Rheinseite in Deutz. Die anderen Farben deuten auf Pollen von Löwenzahn und Kräutern hin, Beinwell und Salbei kommt in Frage. Auch die vielen Drohnen hier am Bienenstand sind aktiv. Drohnen erhalten in jedem Bienenstock Einlass und erkunden offensichtlich mit Freude andere Völker. Selbst in einem Volk das noch gar keine eigenen Drohnen hat (Ableger) fand ich heute über 20 Drohnen. Mittags gegen 13.30 Uhr fliegen die Drohnen wie auf ein mysteriöses Zeichen hin zu den sog. "Drohnensammelplätzen" in der Kölner Innenstadt. Kein Mensch weiß wo diese Plätze sind. Dort hoffen die männliche Bienen eine Königin begatten zu können. Drohnen sterben direkt nach der Begattung einer Königin. Alle Drohnen die heute Nachmittag wieder zurückkehrten, waren also erfolglos.

Mindestens zwei Prinzessinnen aus meinem Bienenstand treiben sich dort heute auch herum und kommen hoffentlich wieder als begattete Königinnen zurück. Junge Königinnen fliegen im Alter von ein bis zwei Wochen ein- oder auch mehrfach zur Paarung mit bis zu 12 Drohnen aus. Bei diesen "Hochzeitsflügen" an sogenannten Drohnensammelplätzen nehmen sie den Samen der Drohnen in ihrer Samenblase auf. Dieser reicht für eine Lebenszeit von bis zu vier Jahren. Die Prinzessinnen werden übrigens von den Drohnen in der Luft während des Fluges begattet. Heute passte das Wetter und die jungen Bienenköniginnen flogen auf und davon. Schlüpfen zwei Königinnen gleichzeitig oder zeitnah, kann man das übrigens auch hören, eine der Königinnen "tutet" dann:

Quelle: youtube

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