Bienen erkennen sich am Geruch! Riecht die Biene den Imker?

Das Bienen sehr gut riechen können und der Geruchssinn für die Biene von allerhöchster Bedeutung ist, ist längst hinreichend erforscht. Bedenkt man, das Bienen am Geruch sogar erkennen können, wer der Vater der anderen Biene ist, also von welcher Drohne die andere Bienen abstammt, so muss man sich fragen, ob die Bienen den Imker nicht auch einem Geruch zuweist und sich entsprechend verhält? Wissen Bienen wer da am Bien arbeitet, weil sie den Geruch eindeutig zuordnen können? Weshalb wird man als Imker dann doch gestochen? Stiche wären dann also das Produkt eines Fehlverhaltens des Imkers, vorausgesetzt, die Biene würde den Imker akzeptieren. Doch hat sie überhaupt einen Grund dazu? Gerüche wie Rasierwasser und Parfüm werden von der Biene häufig mit Aggression quittiert. Fraglich ist aber, ob die Biene sich bei den wenigen Kontakten zum Imker überhaupt an seine Gerüche gewöhnen kann. Merken kann sich die Biene viel, auch wenn das Gehirn noch so klein ist, das Gedächtnis der Biene ist wissenschaftlich belegt. Der Geruch des Imkers könnte sich die Biene also merken. Die Frage ist nur, ob sich aus veränderten Gerüchen des Imkers auch ein anderes Verhalten der Bienen herleitet? Ist der Eingriff des Imkers für die Biene überhaupt eine positive Erfahrung? In seinem Buch "Die Intelligenz der Bienen" schreibt der Wissenschaftler Randolf Menzel: "Die Bienen verfügen über eine weitere erstaunliche Fähigkeit, sie können nämlich räumlich riechen. (...) Mit ihren beiden beweglichen Antennen tasten die Bienen den Riechraum in feinsten Dimensionen ab. Auf diese Weise finden sie innerhalb der Blüte schnell die Nektarquelle, die häufig mit einer kleinen Duftstelle markiert ist. Doch auch im Stock nützt ihnen das räumliche Riechen. Hier können sie präzise lokalisieren, welche Larve noch Futter benötigt, wo welcher Pollen und Nektar gespeichert wird und auf welche Weise die Wachszellen der der Waben weitergebaut werden müssen." Bien außer Kontrolle Der Tagesablauf der Biene wird also massiv durch das Riechen beeinflusst. Man kann sich vorstellen, was der Eingriff des Imkers in den Bien an Wirkung auf die Bienen auslöst. Innerhalb von Sekunden verändert sich durch das Öffnen der Beute das gesamte Geruchsspektrum der Bienen. Das Umfeld scheint schlagartig außer Kontrolle zu sein. Vermutlich mangelt es der Biene dann auch an Orientierung durch fehlende Gerüche, die von außen überdeckt werden. Wird der Smoker mit viel Rauch eingesetzt, dürfte die Orientierung per Geruchssinn im Bien völlig versagen und damit auch die Grundlage jener Vorgänge, die gerade abgearbeitet wurden. War die Biene also gerade unterwegs zu einer Larve, die noch Futter benötigt, so hat sie nun keine Orientierung mehr. Der Bien gerät für die Zeit der Bearbeitung vermutlich komplett außer Kontrolle. Angesichts dieser Tatsache fällt es einem schwer zu glauben, Bienen könnten sich positiv an die Gerüche des Imkers gewöhnen. Disziplin und Ordnung liebende Tier wie die Bienen werden eine solche Störung wohl ablehnend gegenüber stehen. Folglich hätte der Geruch des Imkers auch keine positive Auswirkung auf das Verhalten der Biene, der Imker ist stets ein "Störer" am Bien. Wenn sie sich den Geruch also merkt, dann nur deshalb, weil von ihm Gefahr aus geht und eine Orientierungslosigkeit droht. Aber das ist natürlich nur eine persönliche Schlussfolgerung, keine bewiesene Tatsache. SW

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